Bei meinem Nordfriesland-Tag auf Föhr standen ganz unterschiedliche Themen auf dem Programm.
Von Landwirtschaft und Naturschutz über die medizinische Versorgung bis hin zum Tourismus konnte ich mit vielen Menschen vor Ort ins Gespräch kommen und erfahren, was die Insel aktuell bewegt.
Los ging es auf dem Biohof von Wencke und Dirk Knudsen, den die Familie seit 2018 direkt am Deich bewirtschaftet. Bei einer Führung über den Hof habe ich viel über die ökologische Landwirtschaft vor Ort erfahren. Kühe, Schafe, Schweine, Hühner, Ziegen und Pferde leben hier, das Bio-Futter für die Tiere wird größtenteils selbst angebaut. Gemeinsam sind wir anschließend an den Deich gefahren, wo die Schafe auch im Vorland grasen. Bei bestem Wetter hatten wir von dort einen fantastischen Blick bis nach Sylt. Neben den Herausforderungen der Landwirtschaft haben wir uns auch über das Föhrer Wild und insbesondere die Gänse auf der Insel ausgetauscht. Passend dazu gab es zum Abschluss im Garten noch eine Graugansbratwurst aus eigener Herstellung.
Weiter ging es zur Inselklinik Wyk auf Föhr. Herr von Reußner und Herr Unger haben mir den Standort gezeigt und einen Einblick in die medizinische Versorgung auf der Insel gegeben. Von der Notaufnahme über das CT bis hin zur stationären Versorgung wurde deutlich, welche besondere Bedeutung der Standort für die Menschen auf Föhr hat. Mit seinen drei Standorten in Husum, Niebüll und Wyk auf Föhr und rund 1.800 Mitarbeitenden und Auszubildenden aus 48 Nationen ist der Klinikverbund außerdem der größte Arbeitgeber im Kreis. Gerade mit Blick auf die Krankenhausreform und die besonderen Bedingungen einer Insel ist es wichtig, die medizinische Versorgung vor Ort im Blick zu behalten.
Zum Abschluss habe ich mich mit Herrn Gemeinhardt, Geschäftsführer der Föhr Tourismus GmbH, darüber ausgetauscht, wie Tourismus auf Föhr in der Praxis funktioniert. Rund 200.000 Gäste besuchen die Insel jedes Jahr. Damit Föhr auch in Zukunft ein attraktiver Urlaubsort bleibt, braucht es gute Angebote und Strukturen vor Ort. Dabei ging es unter anderem um Angebote für Familien, die auch dann funktionieren, wenn das Wetter einmal nicht mitspielt.
Genau dafür sind meine Nordfriesland-Tage da. Raus aus dem Büro und direkt mit den Menschen ins Gespräch kommen, die meinen Wahlkreis gestalten und am besten wissen, wo es vor Ort gut läuft und wo Herausforderungen liegen. Denn vieles lässt sich eben nicht vom Schreibtisch aus beurteilen.
Ein Tag, der einmal mehr gezeigt hat, wie vielfältig die Themen in meinem Wahlkreis sind, von ökologischer Landwirtschaft über die medizinische Versorgung bis hin zur Zukunft des Tourismus. Vielen Dank an alle, die sich Zeit für den Austausch genommen und mir einen Einblick in ihre Arbeit gegeben haben!