Gemeinsam mit meinem Kollegen Oliver Brandt war ich im Herzogtum Lauenburg unterwegs, um mit Akteur*innen aus Tourismus und Naturschutz ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde deutlich, wie eng nachhaltiger Tourismus und der Schutz unserer Natur miteinander verbunden sind.
Unsere erste Station war das Café EneHus in Einhaus. Inhaber Daniel Fleischer setzt dort konsequent auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Als Partner des Naturparks Lauenburgische Seen werden im Café vor allem Produkte und Rohstoffe von regionalen Höfen, Produzent*innen und Lieferant*innen verwendet.
Im Gespräch mit Daniel Fleischer und Günther Schmidt, Geschäftsführer der Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH (HLMS) sowie Vorstand der ARGE Binnenlandtourismus Schleswig-Holstein, ging es um die aktuelle Situation der Gastronomie und des Tourismus. Themen waren unter anderem der anhaltende Personalmangel, steigende Kosten und die Auswirkungen des Mindestlohns. Gleichzeitig wurde deutlich, welches Potenzial nachhaltiger Tourismus für die Region bietet und wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen Tourismus, Gastronomie und Naturschutz ist.
Anschließend ging es weiter ins Naturschutzgebiet Pantener Moorweiher und Umgebung. Gemeinsam mit zahlreichen Expert*innen erhielten wir spannende Einblicke in die Entwicklung des Gebietes. Besonders bedanken möchte ich mich bei Dr. Peter Aldenhoff von Natur Plus e.V., der die Exkursion begleitet hat mit seiner umfangreichen Artenkenntnis alle beeindruckt hat.
Ich bin vor allem beeindruckt von den Renaturierungsmaßnahmen, die hier bereits umgesetzt wurden. Im westlichen und nördlichen Teil des Gebietes konnte der natürliche Wasserhaushalt wiederhergestellt und der Wasserstand des Großen Moorsees angehoben werden: ehemalige Ackerflächen wurden in Grünland umgewandelt und weite Teile der Talsohle sind heute wieder Moor. Nicht heimische Nadelgehölze wurden entfernt und Weidetiere sorgen für eine vielfältige Landschaft. Auch die ehemaligen Kiesgruben entwickeln sich zu wertvollen Lebensräumen, die durch gezielte Maßnahmen erhalten werden.
Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, wie Naturschutz, Landschaftspflege und nachhaltige Entwicklung Hand in Hand gehen können. Vielen Dank an alle Beteiligten für die spannenden Einblicke und den engagierten Austausch!