Auf der Suche nach neuen Naturschutzgebieten war ich am 22.06. im Kreis Ostholstein unterwegs, mit einer Führung durch wertvolle Flächen und einer Diskussionsrunde am Abend.
Zunächst ging es mit Wiebke Frank vom Projekt „Moornet" durch den Oldenburger Bruch, eine der prägenden Moorlandschaften der Region. Am Abend haben wir die Gespräche in der Gaststätte „Zum Mittelpunkt der Welt" in Riepsdorf fortgesetzt. Besonders gefreut hat mich, dass auch Landwirt*innen dabei waren. Ein wichtiges Signal, dass Naturschutz und Landwirtschaft im Gespräch bleiben müssen.
Ein Thema, das an diesem Abend besonders im Fokus stand, war das Projekt „Unsere MoorZukunft Oldenburger Graben" (UMZOG). Das Projekt verbindet die Interessen der Landwirtschaft mit dem Schutz und der Wiederherstellung des Moores: Durch eine angepasste, klimaschonende Bewirtschaftung soll den Landwirt*innen vor Ort eine wirtschaftliche Perspektive erhalten bleiben, während gleichzeitig die Moorflächen als CO2-Speicher und Lebensraum für seltene Arten geschützt und weiterentwickelt werden. Langfristig soll daraus eine gemeinsame Moorgemeinschaft der Grundeigentümerinnen entstehen, die eine nachhaltige Nutzung der Oldenburger-Graben-Niederung sichert. Gemeinsam haben wir diskutiert, welche weiteren Flächen im Kreis für den Naturschutz besonders bedeutsam sind und wie sich Schutz- und Nutzungsinteressen wie im UMZOG-Projekt zusammenbringen lassen.
Vielen Dank an alle Teilnehmenden, insbesondere auch den Landwirt*innen, für die offenen Gespräche und wichtigen Impulse! Auf Grundlage der Veranstaltungen hoffen wir, am Ende des Jahres viele neue Prozesse anstoßen zu können.