Zur Berichterstattung über die Position der schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg zu den Fangquotenempfehlungen der EU-Kommission:
Die Forderung nach höheren Fangquoten für den Hering in der westlichen Ostsee ist angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnislage das falsche Signal. Der Internationale Rat für Meeresforschung empfiehlt im neunten Jahr in Folge einen vollständigen Fangstopp. Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen 437 Tonnen sind ausschließlich für unvermeidbare Beifänge vorgesehen. Wer darüber hinausgehen will, gefährdet die Erholung des Herings und damit die Zukunft unserer Küstenfischerei.
Der Bestand muss entlang seiner gesamten Wanderroute geschützt werden. Fänge außerhalb der westlichen Ostsee dürfen aber keine Rechtfertigung dafür sein, auch bei uns die wissenschaftlichen Empfehlungen aufzuweichen. Unsere Fischer*innen brauchen gezielte Unterstützung und endlich wieder gesunde Bestände. Sie brauchen keine kurzfristig höheren Fangquoten auf Kosten ihrer Zukunft.